Kredite gibt es in den verschiedensten Arten und für die unterschiedlichsten Anlässe. So kann man sie grundsätzlich in zwei Kategorien teilen. Es gibt Festzinsdarlehen und Kredite mit variablem Zinssatz. Das Festzinsdarlehen hat, wie der Name vermuten lässt, einen Zinssatz der über eine bestimmte Laufzeit festgesetzt ist. Die Laufzeit kann zwischen einem und dreißig Jahren variieren. Dabei sollte die Länge der Laufzeit nach der Höhe des aktuellen Zinssatzes gewählt werden. Eine lange Zinsbindung macht also nur im Falle von niedrigen Zinsen einen Sinn, da die Wahrscheinlichkeit das sie wieder steigen hoch ist. Vorteil dieser Variante ist die finanzielle Planungssicherheit, der Kreditnehmer muss den Zinssatz in diesen Jahren nicht verfolgen. Allerdings erkauft er sich diese Sicherheit mit Unflexibilität, da er von sinkenden Zinsen nicht profitieren kann. Auch ist er am Ende der Laufzeit nur in den wenigsten Fällen schuldenfrei. Das bedeutet er muss sich rechtzeitig über eine entsprechende Anschlussfinanzierung kümmern.

Variable Darlehen dagegen verfügen über Zinskonditionen, die sich alle drei bis sechs Monate ändern können. Dadurch entsteht eine hohe Flexibilität – die Kreditnehmer können zum jeweiligen Zinsanpassungstermin das Darlehen teilweise oder komplett tilgen. Auch profitieren sie von sinkenden Zinsen, da ihr Darlehen dann günstiger zurück gezahlt werden kann. Dagegen steht das Risiko steigender Zinsen und damit erhöhter Kreditkosten.

Für Kreditnehmer, die sich nun für keine der beiden Varianten entscheiden können, gibt es noch die Möglichkeit des kombinierten Darlehens. Dieses setzt sich aus einem Festzinsdarlehen und einem variablen Darlehen zusammen. Die Anteile müssen dabei nicht fifty-fifty kombiniert werden sondern können individuell vom Kreditnehmer und -geber vereinbart. Besonders geeignet ist diese Variante für Kreditkunden die in absehbarer Zukunft mit zusätzlichen Einnahmen, aus Gehaltserhöhung, Schenkung oder einem Erbe, rechnen können.